Der weite Weg bis zur praktischen Anwendung

Was bedeutet Praxistransfer?

Weiterbildungen sollen tranferorientiert sein – „Praxistransfer“ heißt das Schlagwort. Wir haben uns den Weg von der Expertin (bspw. einer Forscherin) bis zum praktisch handelnden Seminarteilnehmer genauer angeschaut. Es gibt mindestens fünf sehr unterschiedliche Transferschritte, die wir Ihnen an dieser Stelle einmal aufzeigen wollen:

1. Schritt:

Experte – Laien-Transfer

Fachwissen wird klar und verständlich dokumentiert.

2. Schritt:

Didaktik- Transfer

Fachwissen wird didaktisch aufbereitet.

3. Schritt:

Lehrer – Lernender – Transfer

Dargebotenes Wissen wird wahrgenommen und verarbeitet.

4. Schritt:

Gedächtnis-Transfer

Verarbeitete Wissen wird langfristig gespeichert.

5. Schritt:

Theorie – Praxis – Transfer

Erlerntes Wissen bewirkt praktisches Handeln.

Die Mär vom Wissenstransfer

Wissenstransfer ist eine Utopie, denn neuronale Strukturen lassen sich nicht einfach von einem in ein anderes Gehirn übertragen. Neues Wissen muss im Gedächtnis entstehen (2. Schritt), dort Anknüpfungspunkte finden und sich festigen (3. Schritt), dann muss es im richtigen Moment aufgerufen und als eine Mischung aus Können und Wollen wirksam werden (4. Schritt).

Wir unterstützen Sie beim Wissenserwerb

1.+2. Schritt:

Wissen aufbereiten

  • relevantes Fachwissen zusammentragen
  • didaktisch-methodisches Konzept erarbeiten
  • Lehrmaterial erstellen
  • ausprobieren, üben, verbessern
2. Schritt:

erkennen födern:

  • klar und verständlich kommunizieren
  • auf das Relevante konzentrieren
  • Zusammenhänge auf- und entdecken
  • zum Nach- und Querdenken anregen
3. Schritt:

wissen festigen:

  • Anknüpfungspunkte für neues Wissen suchen
  • Perspektiven wechseln
  • nochmal zum Neu- und Anders denken anregen
  • lernfördernde Rahmenbedinungen schaffen
4. Schritt:

können lernen:

  • üben
  • mehr üben
  • noch mehr üben
  • mit Situationen aus und in Ihrem Alltag
  • durch langfristigere Seminarformate
  • in begleitenden Kleingruppen-Trainings